By Berthold Cornely

Die in der Papierfabrikation auftauchenden farberischen Probleme sind so mannigfaltig, dass es im Interesse sowohl des Papiermachers als auch des Papierverarbeiters und verbrauchers ist, wenn der heutige Stand dieses wichtigen Spezialzweiges der Fabrikation eingehend gewurdigt wird. Die Werke von HoFMANN, ERFURT, KIRCHNER (RISTENPART), GoTTLOBER, HEUSER u. a. sind uberholt oder vermitteln uns nur Ausschnitte oder kurze Ubersichten aus dem umfangreichen und vielseitigen Gebiet der Papier farberei. Es ist daher notwendig, im Fachschrifttum eine Lucke zu schliessen, die noch dadurch besonders sichtbar wird, dass sich in den letzten Jahrzehnten eine ungeahnte Fulle neuartiger Anwendungsgebiete fur farbige Papiere erschlossen hat, und dass neue Arbeitsmethoden Eingang in die Papier erzeugende und verarbeitende Industrie gefunden haben, die nicht ohne Einfluss auf die Technik des Papierfarbens geblieben sind. Auch von der Farbstoffseite her sind zahlreiche Fortschritte zu ver zeichnen, die sich zum Teil in Anpassung an die speziellen Arbeitsbedingun gen in der Papiererzeugung, die, wie in jeder sich weiter entwickelnden In dustrie, einem steten Wandel unterworfen sind, zwangslaufig herausgebil det haben, die aber auch vollig neue Einzelfarbstoffe und Farbstoffgruppen, wie auch Farbemethoden und Farbereihilfsmittel betreffen. Eine klare Entscheidung daruber, ob irgendein vorherbestimmtes some distance berisches Ziel erreicht werden kann, oder aber ob die an eine bestimmte Farbung gestellten Echtheitsanforderungen, und zwar mit Rucksicht auf Farbstoff und Stoffzusammensetzung uberhaupt erfullt werden konnen, ist nichtnurfur den Papierfabrikanten, sondern auchfur den Verarbeiter eine un abweisbare Forderung, die in ihrer Bedeutungnicht unterschatzt werden

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Content material: bankruptcy 1 Einführung (pages 1–4): Johan BielemanChapter 2 Grundlagen (pages 5–8): Johan BielemanChapter three Verdicker (pages 9–65): Johan Bieleman and Gijsbert KroonChapter four Grenzflächenaktive Verbindungen (pages 67–141): Johan Bieleman, Wernfried Heilen, Stefan Silber and Martina OrteltChapter five Additive zur Oberflächenmodifizierung (pages 143–169): Wilfried Scholz, Uwe Ferner, Georg Luers, Wernfried Heilen and Stefan SilberChapter 6 Verlauf?

Gut beraten: Forschungsbeiträge für eine alternde Gesellschaft

​In Zuge des demografischen Wandels müssen bestehende Dienstleistungen im Sozial- und Gesundheitsbereich auf ihre Wirksamkeit hin hinterfragt und ggf. neue und nachhaltige Konzept für derzeitige und zukünftige Kohorten entwickelt werden. Die Publikation setzt sich mit einem zentralen Handlungsfeld in diesem Sektor auseinander und bietet vielfältige Hinweise für eine zukunftsfähige Ausgestaltung dieses Bereichs.

Die Nothwendigkeit einer neuen Parteibildung

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Diese Stellmittel- Steinsalz, Dextrin, Zucker u. a. - bedeuten aber keine Verfälschung des Farbstoffes, sondern verfolgen ausschließlich den Zweck, ein Produkt von stets gleichbleibendem Farbton, gleicher Farbstärke bzw. besserer Löslichkeit in den Handel bringen zu können. Mit dieser fabrikationstechnischen Maßnahme hat man es auch in der Hand, ein und denselben Farbstoff in verschiedenen Konzentrationen herzustellen, was in vielen Fällen den Wünschen der Praxis entgegenkommt. Es sei nur an die verschiedenen Rhodaminmarken erinnert.

Da sie als Pigmente verarbeitet werden, rangieren sie unter den "Körperfarbstoffen". Im Kapitel, in dem die in der Praxis gültigen und auswertbaren Wechselbeziehungen zwischen den Farbstoffgruppen einerseits und den Papierrohstoffen andererseits eingehender durchzusprechen sind, wird deshalb auf obige Unterteilung zurückgegriffen werden. Die färberischen Grundlagen. Die in der Papierindustrie gebräuchlichsten Farbstoffgruppen. Im nachfolgenden soll in der Hauptsache das Färben im Holländer betrachtet werden.

Marineblau RNX (Lu); BNX (Hö); NJ (S), Methylenblau BB extra hochkonz. ; TBA (S), Papierblau MM (Gy). Mit den grünstichigen Rhodulinblaumarken 5B extra konz. und 6G konz. (Le), Setoglancin (Gy), Azurblau B und G (S) wird der Übergang zu den Grünfarbstoffen hergestellt. Erwähnung verdienen J anusblau R und J anusdunkelblau R, die zwar nur relativ stumpfe, rötliche Blaunuancen ergeben, aber ebenso wie die Viktoriablaumarken zur Herstellung reib-, wasser- und dampfechter Färbungen geeignet sind.

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Das Färben von Papier: Ein Handbuch für den Papierfärber by Berthold Cornely
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