By Werner Langenheder

Noch vor wenigen Jahrzehnten warfare oft die Klage zu hören, die Arbeiten der Soziologen böten sich zumeist als "Lehnstuhltheorien" an; guy trei­ be nur reine Spekulation und es mangele vor allem an "handfesten" em­ pirischen Daten. Seit dem zweiten Weltkrieg hat sich diese state of affairs we­ sentlich geändert, und so hört guy heute nicht selten den der früheren Kritik entgegengesetzten Vorwurf der reinen "Faktenhuberei" und der fehlenden theoretischen Durchdringung soziologischer Arbeiten. In der Tat folgte auch in der Soziologie auf eine Zeit, in der - zwar nicht ausschließlich, wie viele berühmte Beispiele zeigen, so aber doch vor­ wiegend -Soziologen ihr Hauptziel darin sahen, umfassende theoretische Systeme zu entwickeln, zunächst in den united states und schon bald nach dem zweiten Weltkrieg auch in der Bundesrepublik eine Zeit, in der zahlrei­ che empirische Untersuchungen durchgeführt und eine Unmenge an Fakten gesammelt wurde. Diese Zeit ist heute noch nicht überwunden, obwohl sich gerade in den letzten Jahren insbesondere bei jüngeren Soziologen eine starke Unzufriedenheit mit diesem Zustand bemerkbar macht.

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Die psychosozialen Folgen schwerer Unfälle

106 schwerverletzte Unfallpatienten wurden über einen Zeitraum von 12 Monaten untersucht. Bei jedem Dritten fanden sich klinisch relevante psychische Symptome. Das Vollbild einer traumatischen Belastungsstörung trat jedoch nur selten auf. Es zeigte sich, daß die Entwicklung posttraumatischer psychischer Störungen kaum von objektiven Verletzungsmerkmalen abhängt, sondern in erster Linie vom subjektiven Erleben des Unfallereignisses und seiner Folgen.

Ansatz zu einer allgemeinen Verhaltenstheorie in den Sozialwissenschaften Dargestellt und überprüft an Ergebnissen empirischer Untersuchungen über Ursachen von Wanderungen

Noch vor wenigen Jahrzehnten battle oft die Klage zu hören, die Arbeiten der Soziologen böten sich zumeist als "Lehnstuhltheorien" an; guy trei­ be nur reine Spekulation und es mangele vor allem an "handfesten" em­ pirischen Daten. Seit dem zweiten Weltkrieg hat sich diese state of affairs we­ sentlich geändert, und so hört guy heute nicht selten den der früheren Kritik entgegengesetzten Vorwurf der reinen "Faktenhuberei" und der fehlenden theoretischen Durchdringung soziologischer Arbeiten.

Laplace-Transformationen: Lehrbuch für Elektrotechniker und Physiker ab 5. Semester

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Es sind also in bezug auf die Genauigkeit der Voraussage zwischen den einzelnen Formeln keine nennenswerten Unterschiede feststellbar. Wir haben uns bis jetzt nur mit solchen Untersuchungsergebnissen beschäftigt, die eine direkte Überprüfung der einzelnen Hypothesen durchführen.

Nach all diesen Korrekturen blieb aber immer noch eine größere Abweichung zwischen erwarteten und beobachteten Werten in den großen Städten bestehen. In allen "Counties" mit großen Städten war nämlich die Zahl der beobachteten Wanderungen höher als die Zahl der erwarteten Wanderungen, am größten war diese Diskrepanz für Stockholm. Nach der Auffassung von Fred L. Strodtbeck (1949) erfordert ein guter Test der Hypothese von Stouffer: 1. daß die "opportunities", die die wandernden Personen suchen, bekannt sind, 2.

A. E. Harkness (1931) in einer Untersuchung über irische Auswanderungen, daß die Kartoffelmißernte von 1847 in Irland eine wesentliche Ursache einer größeren Auswanderungswelle in den darauffolgenden Jahren war. Einen gleichen Einfluß von Mißernten auf die Zahl der Auswanderungen stellten für die erste Hälfte des 19. Jahrhunderts C. E. Snow ( 1931) in Großbritannien, W. Mönckmeier (1912) in Deutschland und Dorothy S. Thomas (1941, S. 88-92) in Schweden fest. Sowohl Mönckmeier als auch Thomas fanden jedoch, daß der Einfluß von Ernteergebnissen auf die Zahl der Auswanderungen mit zunehmender IndustrialiSierung in Deutschland und Schweden abnahm.

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